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Von Andy Warhol über Plakate bis zu Marcel Duchamp. Ein erster Einblick in meine Kunst
Der Beginn meiner Kunstaktivitäten begann im Jahr 2012. In diesem Jahr habe ich an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz Kunstgeschichte studiert. Mit der Teilnahme an einem Seminar über Ikonographie und Ikonologie habe ich mich gefragt, ob die gelernten Konzepte auch auf moderne Kunst anzuwenden sind. Da ich eine leicht verständliche Kunst gesucht habe, bin ich bei der Pop-Art gelandet und habe mich mit dem Protagonisten dieser Kunst, mit Andy Warhol beschäftigt. Mit der Verwendung von bekannten Motiven aus Comics und Werbeanzeigen formte er die Kunst des Pop-Art nicht nur neu, sondern zeigte einen Weg, auf den die heutige Kunst immer noch aufbaut.
Meine Kunst - Teil 1:
Mach es wie Warhol.
Durch die Beschäftigung mit Andy Warhol und seinen Gemälden kam ich zu der Erkenntnis, dass diese Motive von der Gestaltung sehr einfach waren. Also fing ich an, diese Werke abzumalen. Da dies irgendwann langweilig war, habe ich geschaut, welche Comic- und Werbedarstellungen es noch gibt oder welche man wie Andy Warhol
malen konnte.
Meine Kunst - Teil 2:
Poster und Plakate im Jugendstil und Art Déco.
Der Ausgangspunkt für meine Kunst war der Zeitpunkt, als Andy Warhol im Jahr 1961 als Schaufensterdekorateur in New York tätig war und fünf seiner neuen Gemälde hinter den Schaufensterfiguren präsentiert hat. Mich faszinierte dies so sehr, dass ich zu dem Entschluss gekommen bin, dass ich dies auch machen möchte. Sechs Gemälde aus dem breiten Feld von Plakatwerbung bis hin zu normalen Gemälden sollten eine Gruppe bilden. Doch weiterhin wie Warhol zu malen war irgendwie langweilig. Daraufhin habe ich mich mit Geschichte und der Darstellungsart alter Werbung beschäftigt. Hier habe ich festgestellt, dass Werbedarstellungen aus der Zeit des Jugendstils und Art Déco von der Art und Weise der Komposition der Bilder viel interessanter und schöner im Sinne von imposanter waren. Durch die Erkenntnis, dass echte Kunstwerke Emotionen wecken sollten, habe ich diesen Stil verfolgt und somit meinen künstlerischen Weg geebnet.
Wie man sieht, sind meine Gemälde nur schwarz und weiß und als Besonderheit auch gestrichelt. Da man nur einen schwarzen Stift braucht und da es Gemälde gab, die ebenfalls in der gleichen Art umgesetzt wurden, bekräftigte meinen Entschluss diese Weise weiterhin zu gehen.
Meine Kunst Teil 3:
Bahnhofsviertelkunst - Die neue Form der Perfektion
Nach vielen und sehr vielen Gemälden war das Jahr 2016 erreicht. Da ich Frankfurt sehr mag, wollte ich mehr über das legendäre Bahnhofsviertel erfahren. Mein persönliches Highlight war die jährliche Charity-Veranstaltung der gewerbetreibenden Häuser, die zugunsten krebskranker Kinder in der Uniklinik Geld gespendet haben. Bei den Versteigerungen vor Ort hatte ich hier die einzigartige Möglichkeit bekommen, mich mit meinen bisherigen Plakat-Bildern zu beteiligen und ja, wir haben viel erreicht und was bleibt, ist ein wundervolles Gefühl.
Meine Kunst Teil 4:
24 Zigarrenbilder oder die Frage: Was ist denn so kaiserlich an Kuba?
Wie man meinen Gemälden entnehmen kann und immer wieder sieht, rauchen die dargestellten Figuren gerne Zigarre. Der Grund hierfür ist die Tatsache, dass es in der Kaiserstraße in Frankfurt eine berühmte Zigarrenmanufaktur gibt. Aus einer Runde von Künstlern und kunstinteressierten Menschen hat sich dort eine Gruppe gebildet, bei der ich mit dabei bin. Hier habe ich festgestellt, dass es ganz versteckt viele Künstler und Galerien gibt, die dort ihr Werk erschaffen und ausstellen. Die Impressionen, die man im Bahnhofsviertel bekommt, wurden zu meiner neuen Kunst. Und ja, mit einer frisch gerollten Zigarre kommen einem gute Ideen für schöne Gemälde.
Mit der Corona-Pause war die Zeit um Andy Warhol vorbei. Das neue Thema war Bahnhofsviertel-Kunst. In dieser langen Pause habe ich die Zeit, in der ich normalerweise in der Zigarren-Lounge bin, genutzt und 24 einzigartige Gemälde geschaffen. Die Überlegung war, dass ein Künstler auf der Suche nach einer tollen Bildidee nach Frankfurt gefahren ist, zuerst durch die Stadt lief und dann in die Lounge ganz plötzlich neue Ideen zu neuen Werken auf ihn eingeprasselt sind. Das dies auch auf mich zutreffen könnte, bleibt dem Betrachter gerne überlassen. Mit der Fertigstellung dieser Bilderserie und nach der Corona-Pause zeigte sich ganz überraschend, dass diese Werke viele Menschen begeistert haben.
Meine Kunst Teil 5:
Im Bahnhofsviertel ist irgendwie alles ein Readymade.
Und dann kam Marcel Duchamp.
Der erste Schritt war getan. Gegen Ende des Jahres 2024 kam ich auf die neue Idee, dass man sich einen Künstler suchen müsste und Werke in seinem Stil zu erschaffen, die aber immer den Bahnhofsviertel-Charme haben. Wen könnte man da nehmen? Es gibt doch diesen sonderbaren Künstler mit Zigarre: Marcel Duchamp.
Dass Marcel Duchamp ein Wegbereiter der modernen Kunst ist, war mir zwar klar, aber seine Gedanken oder Konzepte zu verstehen und wie er mit diesen Überlegungen Werke geschaffen hat, ist mehr als kompliziert und nicht immer nachvollziehbar. Vielleicht trifft es nur ansatzweise zu, aber ich habe versucht, seine Ideen aufzugreifen. Das Thema "Readymades", "Das Große Glas", "Luft aus Paris" und andere Werke waren die neue Inspiration, und ich habe dabei immer wieder das Thema Zigarren oder Bahnhofsviertel aufgegriffen. Mit einer Kombination aus meinem Stil und dem von Marcel Duchamp sind hier Werke entstanden, die meines Erachtens richtig gut sind. Ich bin ja mal so frei und behaupte, auf diese Ideen muss man erst einmal kommen. Langweilig kann jeder, aber tolle Werke bekommt man nur an diesem Ort.
Eine erste Zusammenfassung:
Seit der ersten Überlegung, selbst Kunst zu gestalten, über Andy Warhol und der Verwendung von Jugendstil- und Art Déco-Elementen und meiner Inspiration in Frankfurt am Main hat sich über die Jahre ein künstlerischer Weg entwickelt, der bislang abwechslungsreich und vielversprechend ist. Zwar sage ich immer, dass ich Kunst für mich mache, da ich nur male, weil ich selbst gerne male, aber ganz überraschend ist die Erkenntnis, dass meine Kunst viele Menschen auf verschiedene Weise erfreut oder berührt. Wie oben schon beschrieben, ist dies die Eigenschaft eines echten Kunstwerks. Diesen Weg verfolge ich weiter und man darf gespannt sein, wie es weitergeht.
Mp!

